Ex und Hopp als Lifestyle: BiC goes Mobile

Société BiC, die französische Gesellschaft mit dem bekannten Kugelkopf-Männchen, zelebriert mit ihren Produkten eine sorglose Welt des Einwegs: Einwegkugelschreiber, Einwegrasierer, Einwegfeuer-zeuge. Deren ökonomische Designs haben dabei längst Kult-Status erreicht. Der geht so weit, dass den BiC-Klassikern BiC Cristal (Kugel-schreiber) und J1 (Feuerzeug) eigene Exponate im Museum of Modern Art, New York, gewidmet wurden.

Wegwerf-Artikel von BiC kosten wenig und sind doch nicht billig – denn sie haben Style, verkörpern ein Lebensgefühl. Da wundert es kaum noch, dass BiC auch eine eigene Sportswear-Kollektion für Surfer und andere Wassersportler im Programm hat. Und seit Mitte 2008 auch… Handys.

Das BiC-Wegwerf-Handy gibt es in zwei frischen Farbvarianten
Das BiC-»Wegwerf-Handy« gibt es in zwei frischen Farbvarianten

In Zusammenarbeit mit der Alcatel-Hardwareschmiede TCL und dem Telekommunikationsanbieter Orange entwickelte BiC – vorerst nur für den Verkauf in französischen Stadtgebieten – das BiC Phone. Wie das iPhone im Falle von Apple spiegelt das Gerät die Philosophie seines Unternehmens wider, die sich den Paradigmen des »less is more« und »form follows function« verschrieben hat: unkompliziert, ökonomisch, sofort einsatzbereit.

Wer zu jenen gehört, die sich schon immer über den ganzen Schnickschnack nur aufregen konnten, mit dem aktuelle Handy-Modelle mit jeder neuen Generation zusätzlich ausgestattet werden, wird von BiCs funktionaler Rohkost angetan sein: keine Handy-Kameras, kein Internetzugang… und auch kein Mobile Entertainment. Einfach nur Telefonieren und Simsen. Für 49,– € unverbindlicher Preisempfehlung ist das Gerät im Tabak- oder Zeitschriftenladen um die Ecke zu haben und mit vorgeladenem Akku, 60 Gratis-Minuten und vorregistrierter Rufnummer sofort startklar.

Ganz treu bleibt sich die Société allerdings nicht. In ihrer Presse-mitteilung weist sie ausdrücklich darauf hin: Das BiC Phone ist KEIN Einweg-Handy. Nach den 60 Minuten kann man es auch wieder aufladen. Plagt am Ende etwa doch das Umwelt-Gewissen?

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