Innovationen über Innovationen auf dem Handymarkt: Das Handy als Barcodeleser
Ein interessantes Konzept des Mobile Marketing soll demnächst in Deutschland eingeführt werden. In Japan und Südkorea ist es schon weit verbreitet und von den Usern auch gut aufgenommen worden. Die Technologie dazu hat die japanische Firma Denso Wave schon im Jahr 1994 entwickelt. Es handelt sich dabei um einen zweidimensionalen Barcode. Der Code heißt QR Code, wobei das QR für (engl.) quick response = schnelle Antwort steht. Allerdings war das Ganze vom Toyota-Konzern initiiert, um Baugruppen und Komponenten zu kennzeichnen. Nun wurde der Barcode für Mobile Marketing entdeckt und auch schon erfolgreich eingesetzt. Da fast alle neuen Handys heutzutage eine Kamera integriert haben, fehlt eigentlich nur noch die Software, um aus einem normalen Handy einen Barcodeleser zu machen.
In Japan werden QR Codes verwendet, um beispielsweise Internetadressen in Zeitschriften, Informationsblättern oder auf Werbeplakaten zu kodieren. Der Nutzer muss den Code dann nur noch scannen, um automatisch auf die gewünschte Seite geleitet zu werden. Anwendungsbeispiele, die in Japan sehr beliebt sind, sehen alle Arten des Entertainments vor, aber auch eTicketing oder Reiseinformationen. Auch Telefonnummern und Adressen können verschlüsselt werden und der Nutzer erspart sich so mühseliges Abtippen. Einfaches Einscannen genügt und man kann Nummern einfach im Telefonbuch abspeichern oder Adressen im Adressbuch ablegen.
In Deutschland wurde erstmalig im November 2007 in der Zeitung Welt Kompakt der QR Code eingeführt. Verschlüsselt wurden damit Internetadressen mit Zusatzinformationen zu den jeweiligen Artikeln.
Einziger Stolperstein für die flächendeckende Einführung dieser Codes ist derzeit noch, dass kein internationaler Standard existiert und somit nicht jede Software alle Codes lesen kann. Das ist allerdings in Arbeit und somit ist es nur eine Frage der Zeit bis wir Zusatzinformationen bequem per Handy abrufen können und Informationen von Visitenkarten nicht mehr per Hand abspeichern, sondern einfach einscannen. Meiner Meinung nach hört sich diese Technologie äußerst viel versprechend an und wird gerade in den von Seiten der Handynutzer mit so viel Skepsis betrachteten Bereich des Mobile Marketing frischen Wind bringen. Denn diese Art des Mobile Marketing verspricht aufgrund seines Pull-Charakters effektiv und informativ zu sein ohne auch nur annähernd mit Spamming in Verbindung gebracht werden zu können.














Am 5. November 2008 um 13:09 Uhr
Mir sind diese Barcodes nun schon desöfteren über den Weg gelaufen, dachte aber bisher, dass mein Handy dies wohl nicht unterstützt. Nun habe ich kürzlich einen Bericht gelesen, dass es spezielle Software gibt, die man auf sein Handy überspielen kann. Habe bisher nur noch keine Seite gefunden bei der ich mich versichern kann, dass dies bei meinem Handy funktioniert. Kann mir vielleicht jemand helfen? Ich habe das Nokia 7310 Supernova. Ist das QR-Code lesen damit möglich?
Am 13. November 2008 um 02:54 Uhr
I’ve heard some goody things about this blog. Remember to balance the pics with the text tho
but over all very nice post, keep up the good work
Am 19. November 2008 um 00:34 Uhr
Das klingt schon sehr interessant. Die Frage ist natürlich ob wir das wirklich brauchen. Sicherlich ist es ganz nützlich und man spart auch ein wenig Zeit aber brauchtman es wirklich?
Vermutlich wird diese Software - die man ja ständig aktualisieren muss, weil täglich neue Produkte auf den Markt kommen - Informationen an die “Zentrale” schickt. Also welche Barcodes gescannt wurden, daraus könnte man dann im besten Fall statistische Erhebungen basteln und im “schlimmsten” würde man es direkt mit den Daten aus den jeweiligen Verträgen der Handybesitzer verknüpfen… und spätestens wenn man darüber nachdenkt, weiß man, dass es in Deutschland noch sehr lange dauern wird bis so eine Software auf den Markt kommt, weil sich alle möglichen Datenschützer darüber aufregen werden
Am 20. November 2008 um 02:14 Uhr
Beim ersten Lesen fand ich es eine sehr kuriose Idee. Aber wenn man bedenkt, wie sehr das Internet schon so vieles verändert hat, kann man es dann doch wieder vorstellen. Theoretisch riesige Möglichkeiten, allgemein durch die Kombination von Scanning und Verarbeitung. Ob es alles wünschenswert ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.
Ich kannte übrigens mal einen, der Barcodes lesen konnte. Ich meine nicht entziffern, sondern so richtig lesen, wie andere Leute Preisschilder lesen.
Am 26. Februar 2009 um 12:12 Uhr
Ich stelle mir nur die Frage was es bringen soll / welche Vorteile dadurch entstehen sollen !?
Gut und schön das es Handys gibt die einen Bar-Code lesen können, aber ist es nicht im Prinzip die selbe “Liga” wie handy “Cams”, die im endeffeckt niemand benötigt?
Tja über Inventionen lässt sich streiten, über funktionalität und gebrauchsnutzen auch… Eines ist aber klar - Das Handy verwandelt sich langsam aber sicher in eine Mega-Multi-Station, und wo wird es hinführen?