Mit dem Handy zur Traumfigur - Ein neues Konzept soll Jugendlichen beim Abnehmen helfen
Ständig werden neue Einsatzgebiete für Handys gefunden und das Funktionsspektrum wächst stetig. So haben jetzt die MEDIGREIF-Inselklinik Heringsdorf (Usedom) und das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD) Rostock einen Weg gefunden, Jugendliche mit dem Handy beim Abnehmen zu unterstützen, eine Maßnahme, die bei Jugendlichen sicher gut ankommt, da das Handy sowieso ein ständiger Begleiter der meisten Teenies ist.
Das Konzept funktioniert folgendermaßen: Die Geräte verfügen über einen integrierten Bewegungssensor, der die körperliche Aktivität des Kindes misst. Bewegt sich das Kind zu wenig, wird es von seinem Handy darüber informiert und bekommt somit die Möglichkeit gegen den Bewegungsmangel vorzugehen. Bei gesteigerter körperlicher Aktivität, wird es mit einer digitalen Überraschung belohnt. Das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen für einen gesunden Lebenswandel wird auf diese Weise sensibilisiert und geschult. Auch bei der Ernährung soll das Handy unterstützen: Jede Mahlzeit wird per Handykamera aufgenommen und dann an einen Ernährungsexperten weitergeleitet, der sich mit den Jugendlichen über ihre Essgewohnheiten unterhält und sie mit ihnen analysiert.
Momentan ist das Ganze noch eine Gemeinschaftsstudie der Klinik und des Fraunhofer-Instituts, die Anfang Mai gestartet wurde. 80 bis 120 übergewichtige Kinder und Jugendliche arbeiten unter Zuhilfenahme des Handys in der Klinik an ihrem Gewicht. Auch nach dem Klinikaufenthalt soll das Handy als eine Art Langzeittherapie weiter die Ernährung und die Aktivitäten kontrollieren.
Eine gute Idee mit großem Potential! Bei dem derzeitigen Anstieg übergewichtiger Kinder und Jugendlicher ist dieses Programm sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Die Tatsache, dass das Handy einbezogen wird, birgt meines Erachtens besonderes Potential, da es bei der heutigen Jugend zugleich Statussymbol und Unterhaltungsmedium Nr. 1 ist und somit zusätzlich motiviert.














Am 26. August 2008 um 23:01 Uhr
Die Idee ansich ist ja sicherlich nicht schlecht, in der Praxis wird das aber sicher nicht funktionieren. Wenn man es selber wirklich will, dann kann eine solche Erinnerung per Handy auch sicher noch hilfreich sein, zu glauben dass ein solches Verfahren ein Hilfe gegen die zunehmende Fettleibigkeit der Jugendlichen ist, greift aber sicher zu weit. Keine Frage, die Idee ist nicht schlecht (wir haben uns zum Beispiel Wii Fit zugelegt und ich muss sagen bisher macht es noch Spaß), aber die Masse der Jugendlichen wird sich von einem Klingelton oder Bildchen sicher nicht zu mehr Bewegung animieren lassen.
Am 9. September 2008 um 13:53 Uhr
Ob der Ansatz funktioniert wird sich mit der Zeit zeigen. Grundsätzlich ist die Idee sicherlich gut, da es mal ein etwas innovativeres Konzept ist, das Jugendliche vielleicht eher anspricht!