Mobile TV: Steiniger Weg für Mobilfunkbetreiber
Zuschauer dürfen sich umso mehr freuen
Kurzfristig werden Mobilfunkbetreiber kaum Profit aus dem Anbieten mobiler TV-Dienste schlagen können. Und das trotz eines geschätzten weltweiten Anstiegs der Teilnehmerzahlen auf 140 Millionen bis 2011. Zu diesem Ergebnis kommt Screen Digest in ihrer neuesten Studie über Mobile TV. Doch Umsatzhoffnungen sind nicht ganz vergebens – wer bis 2011 durch hält, soll dafür auch belohnt werden.
„Unzähligen Problemen“ müssten sich nicht nur Mobilfunkbetreiber stellen, auch Sender und Inhalterzeuger sind mittelfristig dazu angehalten, für Umsatz erst einmal andere Distributionskanäle auszuspielen.
Ein Anstieg der Teilnehmerzahlen führt nicht automatisch zu steigenden Einnahmen – der asiatische Markt ist führend in der Verbreitung mobiler TV Dienste, wird laut Studie 2011 jedoch mit nur 17 Prozent weit weniger Anteil am weltweiten Umsatz generieren als die USA (40,5 %) und vor allem Europa (42,5 %).
Doch der Weg zu diesen Umsätzen, laut Screen Digest 4,4 Milliarden, wird für die Mobilfunkbetreiber mühsam. Sie werden mobiles Fernsehen einfach anbieten müssen um konkurrenzfähig zu bleiben, aber auch um eine breite Basis an Nutzern aufzubauen. Diese Basis könne man später an Pay-TV Verträge binden. „Frei empfangbare Dienste sind die Erfolgsgeschichten für die Aufnahme von Teilnehmern, doch Geschäftsmodelle müssen erst noch erprobt werden“, erklärt Ronan de Renesse, Autor des Reports. Dass mobiles Pay-TV durchaus funktioniert, zeigt die Erfahrung in Italien. Denkbar sind laut Renesse auch werbefinanzierte Modelle.
Für die Zuschauer „on the go“ sieht’s also von Seiten der Mobilfunkbetreiber erst mal rosig aus. Werden sie aber wirklich bereit sein, nach mehreren Jahren kostenlosen Handy-TVs dafür zu zahlen? In Deutschland haben darüber hinaus die öffentlich-rechtlichen Sender noch ein Wörtchen mit zu reden. Welche Business-Modelle letztendlich die besten sein werden, bleibt also abzuwarten. Sicher dagegen ist: mobiles Fernsehen wird auf Dauer kein asiatisches Phänomen bleiben.













