Top Ten Marketing Ideen für 2008

Manchmal könnte man meinen, Mobile Marketing sei ein großer Klassensaal, in dem alle durcheinander reden, viel spekulieren und keiner so recht weiß, auf was es ankommt. Das Tafelbild jedenfalls ist ziemlich verwirrend: Welche Werbung wirkt denn nun gut, akzeptiert der Kunde Werbe-SMS oder nicht, wenn ja unter welchen Aspekten? Oder geht Werbung auf dem Handy im Allgemeinen gar nicht? Oder doch, aber nur ausdrücklich angeforderte? Wollen die Kunden jetzt Unterhaltung in Form von Videos oder ist das Handy dafür doch noch nicht die richtige Plattform? Ist Bluetooth-Marketing ein guter Weg? Pauschalantworten gibt es nie, immer nur ein Jein. Es kommt eben drauf an.

Die Meinungen laufen weit auseinander und so hat jeder Marketing-Experte andere Tipps. Einer von ihnen, Drew Neisser, gibt seine neuesten „Top Ten Marketing Ideen“ für 2008 auf Adweek.com preis. Die sind auch für den mobilen Bereich durchaus interessant.

Wie viele Branchenkenner setzt auch Neisser auf Social Networking, besonders auf spezielle Nischen-Netzwerke jenseits von Facebook und Myspace. Er setzt auf Gaming, denn seiner Meinung nach durchdringen Spiele immer weiter die Gesellschaft, selbst Seniorenzentren haben Nintendos Wii im Angebot; MTV investierte 500 Millionen US-Dollar in Onlinespiele. Neisser sieht darüber hinaus auch Potenzial in den so unscheinbar existierenden Widgets, von denen einige still und leise Millionen von Nutzern finden. Ein Paradebeispiel hierfür ist iLike, mit dem Facebook-Nutzer ihre iTunes-Playlisten teilen können.

Entscheidend ist in jedem Fall, Marketing weit über Werbung hinaus zu betrachten. „Marketer, die Marketing als einen Service begreifen, dem Kunden und potenziellen Kunden einen echten Wert liefern, werden zweifellos 2008 triumphieren.“ Das Konzept der „branded utility“ scheint von allen Endgeräten am besten zum Handy zu passen, da es sich nach einer Einschätzung von Scott Symonds (AKQA) immer noch an einer „auf Nützlichkeit fokussierten Stelle“ befindet.

Ob diese Behauptung nur auf die USA zutrifft oder auch auf Europa, sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Sicher ist, dass Kampagnen, die dem Nutzer einen Mehrwert bieten, die besten Chancen haben einerseits ein gutes Licht auf die Marke zu werfen und andererseits als echte Bereicherung rüber zu kommen – seien es nun Subway-Coupons für Discogänger mit knurrenden Mägen um vier Uhr morgens, Knorr-Rezepte für den einfallslosen Studenten im Supermarkt oder ein Make-Up-Berater für die Dame unterwegs.

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2 Reaktionen zu “Top Ten Marketing Ideen für 2008”

  1. Oliver//

    Ob ein “Kunde” SMS-Werbung akzeptiert oder nicht habe ich am Wochenende mit den Jungs von der Mobile Advertising AG aus Karlsruhe besprochen.
    Dort ist das Meinungsbild eindeutig.
    Die haben mit ihrem Dienst Geldfunkein extrem junges Publikum im Auge. Zwar werden keine absoluten Registrierungszahlen verraten, aber die Steigerungsraten werden im Chart exponentiell aufgetragen und als gigantisch beschrieben.
    Interessant ist, welche arrivierten Konzerne in solche Themen investieren werden. Dann nämlich dürfte klar sein, dass Werbung auf Handy akzeptiert werden wird.

  2. tft

    Zum Thema Gaming und Werbung: Konnte vor kurzem den ersten Werbebanner im Spiel Counterstrike Source vorfinden. War von Autoscout24.de, ob Werbung dort allerdings Sinn macht, wage ich zu bezweifeln…

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