Erfolgsschub ausgebremst - fehlt die Kreativität im Mobile Marketing?
Spannende, aber auch weniger überraschende Ergebnisse liefert die neueste „Mobile Attitude and Usage“-Studie der Mobile Marketing Association (MMA), die letzte Woche veröffentlicht wurde.
Immer mehr Menschen kommen in Berührung mit Mobile Marketing. Das ist zwar erfreulich, aber man sollte hinzufügen, dass sich das Interesse dadurch nicht gesteigert hat, zumal einige der Befragten auch zugaben, dass sie nur schwer Vorteile oder einen Nutzen in mobiler Werbung erkennen könnten.
Allerdings zeigt sich, dass auch einige Befragte mobiles Marketing nützlich finden, beispielsweise schätzen sie schnellen Zugriff auf Informationen, Coupons und gewünschte Applikationen. Der Grund für diese Situation liegt auf der Hand: es gibt noch nicht genug Kampagnen, die auf die Bedürfnisse der Konsumenten eingehen. Sie zu erkennen, daraus eine Strategie abzuleiten und diese kreativ umzusetzen sind die wichtigsten Hausaufgaben, die Marketingabteilungen jetzt erledigen müssen.
Was dabei überrascht: Afroamerikaner und vorrangig Englisch sprechende Hispanics sind stärker an Mobile Marketing interessiert als die weiße US-Bevölkerung.
Die Studie verrät noch weitere Details über die allgemeine Handynutzung: Neben Telefonieren und SMS wird die Kamera für unterwegs zunehmend wichtiger. Etwa 58 % der Befragten knipsen gerne mit dem Handy und damit 23% mehr als im Vorjahr. Nicht überraschend ist die Tatsache, dass 13 bis 24-Jährige mit Abstand am leidenschaftlichsten simsen – mehr als fünfzig Mal pro Woche. 44 % von ihnen nutzen die schnellen Textbotschaften selbst zum Flirten, 10 % haben sogar schon per SMS Schluss gemacht. Aber auch die älteren Herrschaften sind zumindest vertraut mit SMS – die Hälfte der Befragten insgesamt simst wenigstens einmal pro Woche.
Das spannendste Resultat dieser Studie ist mit Sicherheit die Tatsache, dass das Handy weiterhin an Stellenwert für soziale Interaktionen gewinnt und damit auch immer unersetzlicher wird. Die Frage, die meiner Ansicht nach bleibt: Welche Gründe könnten für ein unterschiedliches Interesse der ethnischen Gruppen an Mobile Marketing ausschlaggebend sein?
Die genauen Zahlen und Grafiken auf marketingcharts.com.













