Google im Auftrag des Allmächtigen
Googles Image ist auch nicht mehr so sympathisch wie es einst war. Medienexperte Marcel Machill nannte sie im Sommer diesen Jahres die neue „Krake im Internet, die alle möglichen Bereiche aufkauft“ anstelle der „freundlichen, transparenten Suchmaschine“.
Doch jetzt kann Google endlich beweisen, wie gut es doch in seinem wahren Inneren ist. Nachdem das Unternehmen schon mit stets kostenlosen Web Apps die Welt ein kleines bisschen besser gemacht hat, will es einen weiteren bahnbrechenden Schritt auf dem Weg in einen großherzigen digitalen Globus tun.
Android, das kostenlose Betriebssystem, soll der Menschheit 2008 geschenkt werden. Und es soll nicht nur auf den Hightech-Handys der Elite laufen, nein, es soll auf möglichst allen Geräten funktionieren. Damit der Android das auch kann, hat Google über 30 führende Firmen der Branche zu einer Allianz, der „Open Handset Alliance“ vereint. Glücklich sprangen sie auf einen Zug auf, der nicht nur visionär, sondern in gleichem Maße auch profitabel ist: der wichtigste Insasse dieses Zuges ist der ideelle Gedanke Handys verschiedener Hersteller mit einem Standard-Betriebssystem zu bestücken.

Jetzt wird alles gut, zumindest in der digitalen Welt. “Diese Partnerschaft wird helfen, das Potenzial der Mobilfunktechnik für Milliarden Nutzer auf der Welt zu erschließen“, wälzt sich Google-CEO Eric Schmidt in Pathos. Endlich! Endlich werden die Einwohner dieser Welt befreit von den „proprietären Fesseln“ der evilen anderen Hersteller, Netzbetreiber und Serviceanbieter (die außerhalb der Allianz stehen). „Unsere Vision ist, dass eine leistungsfähige Plattform tausende von verschiedenen Mobiltelefonen hervorbringen wird.“
Wie gut, dass es doch Google gibt. Natürlich drängt sich hier auch überhaupt nicht der Gedanke auf, es könnten dem einen oder anderen Großkonzern Marktanteile streitig gemacht werden. Streben nach Dominanz? I wo. Die Sympathie der Software-Entwickler dürfte Google auf jeden Fall schon mal sicher haben. Denn Android ist komplett Open Source. „Der Hauptunterschied zu anderen Handy-Betriebssystemen ist, dass sich jeder die Software nehmen und sie verändern kann, wie er will.“ Kreative Köpfe werden von Eric Schmidt richtig herzlich eingeladen, endlich das in die Tat umzusetzen, worüber sie immer nur nachgedacht haben (auf Grund der fehlenden Möglichkeiten ohne die Allianz der Guten).
Mein Kommentar: Android basiert natürlich auf Linux.













